Satzung

§ 1 Name und Sitz des Vereins

Der Verein führt den Namen Christlicher Verein Junger Menschen (CVJM) und hat seinen Sitz in 35236 Breidenbach. 

§ 2 Grundlage und Ziel, Aufgaben und Mittel

(1)   Der Verein bekennt sich zu dem Herrn Jesus Christus als Gottes Sohn und Heiland der Welt und hält das Wort Gottes für die alleinige Richtschnur des Glaubens und des Lebens.

Grundlage der Arbeit ist die Basis des Weltbundes der CVJM (Paiser Basis von 1855):

„Die christlichen Vereine junger Männer haben den Zweck, solche jungen  Männer miteinander zu verbinden, welche Jesus Christus nach der Heiligen Schrift als ihren Gott und Heiland anerkennen, in ihrem Glauben und Leben seine Jünger sein und gemeinsam danach trachten wollen, das Reich ihres Meisters unter den jungen Männern auszubreiten."

Der CVJM Gesamtverband hat dazu folgende Zusatzerklärung beschlossen:

Die CVJM sind als Vereinigung junger Männer entstanden. Heute steht die Mitgliedschaft allen offen. Männer und Frauen, Jungen und Mädchen aus allen Völkern, Konfessionen und sozialen Schichten bilden die weltweite Gemeinschaft im CVJM. Die „Pariser Basis“ gilt heute im CVJM Gesamtverband für die Arbeit mit allen jungen Menschen.   

§ 3  Zweck und Verwirklichung

(1)     Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung. Zweck der Körperschaft ist

1. die Förderung der Religion;

2. die Förderung der Jugend und Altenhilfe;

(2)     Der Satzungszweck wird verwirklicht insbesondere durch

 1.  die Verkündigung von Gottes Wort, Hinführung zu christlicher Lebensgemeinschaft und zu gemeinsamen Dienst. 

Der Verein bietet jungen Menschen seelsorgerliche Begleitung an. Er führt mit ihnen zusammen missionarische und diakonische Aktivitäten im In- und Ausland durch.

 2.  a) Jugendhilfe in verschiedenen Formen der Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit.

Die Zuwendung gegenüber Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen erfolgt unabhängig von ihrer Mitgliedschaft zum CVJM oder der ethnischen, konfessionellen, politischen oder sozialen Herkunft.

b) Durchführung von Freizeiten für Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Familien. Freizeitangebote können dadurch erfolgen, dass der Verein eigene Freizeiten anbietet, Kreisverbände und andere Ortsvereine bei der Durchführung deren Freizeiten unterstützt sowie Freizeiten partnerschaftlich mit anderen gemeinnützigen Organisationen durchgeführt werden.

Die Angebote des Vereins beinhalten die Förderung von Leib, Seele und Geist. Diese schließen auch die Erhaltung, die Pflege, die Förderung und die Stärkung der körperlichen Bewegungsfähigkeit sowie die Ausübung künstlerischer und musischer Tätigkeiten ein.

Bei der Durchführung der Aufgaben achtet der Verein darauf, dass möglichst viele Angebote mit jungen Menschen zusammen erarbeitet werden.

§ 4 Selbstlose Tätigkeit

Der Verein ist selbstlos tätig; er erfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.

§ 5 Mittelverwendung

(1)   Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden.

Die Mitglieder erhalten keine Zuwendung aus Mitteln des Vereins.

(2)  Vorstandsmitglieder verrichten ihre Arbeit im Verein ehrenamtlich. Bei der Tätigkeit für den Verein entstehende Auslagen wie z.B. Fahrtkosten, Telefon, Porto, Materialausgaben usw. werden gegen entsprechende Nachweise ersetzt.

(3)  Eine über die ehrenamtliche Vorstandstätigkeit oder Mitgliedschaft hinausgehende Tätigkeit kann auch gegen Entgelt ausgeübt werden. Über Umfang
     und Höhe der Entgelte entscheidet die Mitgliederversammlung. 

Steuerfreie Aufwandsentschädigungen für Mitglieder oder Vorstandsmitglieder des Vereins können insoweit gezahlt werden, wenn diese aufgrund gesetzlicher Bestimmungen möglich sind. Über Umfang und Höhe der Zahlungen dieser pauschalen Aufwandsentschädigung im Sinne des § 3 Nr. 26, 26a und 26b EStG, entscheidet die Mitgliederversammlung. 

§ 6 Verbot von Vergünstigungen

Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden. 

§ 7 Mitgliedschaft

(1)  Mitglied kann jeder werden, der diese Satzung als für sich verpflichtend anerkennt. Bei Minderjährigen ist die Zustimmung des gesetzlichen Vertreters erforderlich. Über die Aufnahme von Mitgliedern entscheidet nach schriftlichem Antrag der Vorstand.

(2)   Das Ausscheiden aus dem Verein erfolgt entweder freiwillig durch Abmelden beim Vorstand oder durch Ausschluss auf Beschluss des Vorstandes.

(3)   Wer das 16. Lebensjahr vollendet hat, hat das aktive und passive Wahlrecht.

(4)   Auf Beschluss des Vorstandes können auch jüngere Mitglieder für besondere Aufgaben des Vorstandes berufen werden.

(5)   Jedes Mitglied zahlt einen von der Mitgliederversammlung festzusetzenden Beitrag.


§ 8 Organe des Vereins

Organe des Vereins sind:

1.    Mitgliederversammlung und

2.    Vorstand

§ 9 Die Mitgliederversammlung

(1)   Zur Jahreshauptversammlung ruft der Vorstand einmal im Jahr die Mitglieder zusammen, und zwar in der Zeit von Dezember des laufenden Jahres bis spätestens zum Ende des ersten Quartals des folgenden Jahres.

Die Einberufung der Mitgliederversammlung ist wenigstens 14 Tage vorher mit Angabe der Tagesordnung durch Einladung in Textform sowie Aushang im Vereinsheim, bekanntzumachen.

 (2)  Jedes in der Mitgliederversammlung erschienene Mitglied, das das 16. Lebensjahr vollendet hat, besitzt eine Stimme. Vertretung durch Vollmacht ist nicht zulässig.

 (3)   Die Mitgliederversammlung hat die Aufgabe,

a)   den Vorstand zu wählen,

b)   den Vorstand zu entlasten

c)   den Bericht des Vorstandes entgegenzunehmen

d)   die rechtliche Vertretung zu regeln

e)   die Jahresrechnung zu prüfen und zu genehmigen

f)     den Haushaltsplan zu beschließen

g)   die Mitgliedsbeiträge und deren Fälligkeiten festzusetzen

h)   die Kassenprüferinnen und Kassenprüfer für zwei Jahre zu wählen. Die Prüfer dürfen nicht Mitglied des Vorstands sein.

i)     die Kreisvertreterinnen und Kreisvertreter zu wählen

j)     über Änderungen der Satzung oder die Auflösung des Vereins zu beschließen

            k)  über Aufnahme oder Ausschluss von Mitgliedern zu beschließen  

§ 10 Außerordentliche Mitgliederversammlung

Außerordentliche Mitgliederversammlungen können jederzeit vom Vorstand einberufen werden. Der Vorstand ist zu deren Einberufung verpflichtet, wenn wenigstens ein Drittel der stimmberechtigten Mitglieder unter Angabe der zu verhandelnden Punkte dies schrift­lich beantragt. Für die Einladung und das Stimmrecht gelten die Vorschriften des § 9.

§ 11 Der Vorstand

(1)   Der Vorstand besteht aus

1.      der / dem Vorsitzenden

2.      der / dem stellvertretenden Vorsitzenden

3.      der Schriftführerin / dem Schriftwart

4.      der Kassenwartin / dem Kassenwart

 Die unter 1. bis 4. Gewählten sind Vorstand im Sinne des $ 26 BGB. Je zwei dieser   Vorstandsmitglieder, von denen einer der Vorsitzende oder der stellvertretende Vorsitzende ist, vertreten den Verein gerichtlich und außergerichtlich.

(2)   Darüber hinaus können bis zu fünf weitere Mitglieder, die  möglichst zu den Leiterinnen und Leitern sowie zu den Mitarbeiterinnen und  Mitarbeitern der einzelnen Gruppen gehören, gewählt werden.

(3)   Der Vorstand wird in der Jahreshauptversammlung für 2 Jahre mittels Stimmzettel gewählt. Bei       Stimmengleichheit entscheidet das Los. Jedes Jahr scheidet eine Hälfte des Vorstandes aus, sodass der Vorstand jedes Jahr zur Hälfte neu gewählt wird. Die Reihenfolge des Ausscheidens wird einmalig vom Vorstand festgelegt. Eine Wiederwahl ist möglich.

(4) Scheidet ein Vorstandsmitglied während seiner Dienstzeit aus, so kann der Vorstand durch Berufung den freiwerdenden Platz bis zur nächsten Mitgliederversammlung wieder besetzen.

(5)  Mitglied des Vorstandes kann jedes Mitglied des Vereins werden, das

 1. sich zu dem Herrn Jesus Christus als Gottes Sohn und Heiland der Welt bekennt und das Wort Gottes für die alleinige Richtschnur des Glaubens und Lebens hält (§ 2 (1)) und

2. mindestens 16 Jahre alt ist; die den Verein rechtlich vertretenden Vorstandsmitglieder müssen volljährig sein.

(6)  Die Amtszeit eines gewählten Vorstandsmitglieds beginnt mit der Annahme der Wahl und endet, wenn der Nachfolger die Wahl angenommen hat, frühestens jedoch mit dem Ende der Mitgliederversammlung.

(7)   Bei Beendigung der Mitgliedschaft im Verein endet auch das Amt als Vorstandsmitglied.

(8)   Der Vorsitzende beruft den Vorstand  nach Bedarf in Textform unter Angabe der Tagesordnung mit einer Frist von einer Woche zu seinen Sitzungen ein. Er muss ihn einberufen, wenn mindestens zwei Vorstandsmitglieder dies verlangen.

§ 12 Aufgaben des Vorstandes

Der Vorstand hat die Aufgabe den Verein zu leiten und darüber zu wachen, dass die in § 2 angegebenen Ziele verwirklicht werden. Soweit Aufgaben nicht ausdrücklich durch die Satzung einem anderen Organ zugewiesen sind, hat der Vorstand sie wahrzunehmen. Zu den Rechten und Pflichten des Vorstandes gehören insbesondere:

1.    Die Leitung des Vereins

2.    Die Aufnahme und Ausschluss von Mitgliedern

3.    Die Bildung von Gruppen und Abteilungen, sowie die Berufung ihrer Leiterinnen und Leiter

4.    Die Einberufung der Mitgliederversammlung und Festsetzung der Tagesordnung hierfür

5.    Die Aufstellung einer Ordnung betreffend Aufnahme und Ausschluss von Mitgliedern, Beitritten, Abzeichen usw.

§ 13 Beschlussfassung und Wahlen

(1)   a) Jede ordnungsgemäß einberufene Mitgliederversammlung ist unabhängig von der Zahl der erschienenen Mitglieder beschlussfähig.

b) Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn 1 Woche vorher unter Bekanntgabe der   Tagesordnung in Textform eingeladen wurde. Er ist nur beschlussfähig, wenn wenigstens die Hälfte der Mitglieder anwesend ist.

(2)   Die Beschlüsse in den vorgenannten Versammlungen werden mit einfacher Stimmenmehrheit der anwesenden Stimmberechtigten gefasst, mit Ausnahme von § 14.

Stimmenthaltung und ungültige Stimmen werden nicht mitgezählt. Bei Stimmengleichheit ist kein Beschluss zustande gekommen.

(3)   Über die Art der Abstimmung entscheidet – außer bei der Vorstandszahl - die Versammlung selbst.

(4)   Über die Beschlüsse der Mitgliederversammlung und der Vorstandssitzungen ist ein Protokoll anzufertigen, das vom Versammlungsleiter und dem Schriftführer zu unterzeichnen ist.

§ 14 Gruppen und Abteilungen des Vereins

(1)   Die Gruppen und Abteilungen des Vereins unterstehen dem Vorstand. Ihre Leiterinnen und Leiter

werden vom Vorstand berufen.

(2) Die Gruppen und Abteilungen haben kein Sondereigentum an Geld oder Gegenständen und dürfen solches auch nicht erwerben. Auch Geld oder Gegenstände, die ausdrücklich einer Gruppe oder Abteilung geschenkt wurden, sind Eigentum des Gesamtvereins.

 § 15 Organisatorische Zugehörigkeit

(1)   Der Verein ist Mitglied des CVJM-Westbundes. Entsprechend der Bundessatzung ist der Verein verpflichtet den Bundesbeitrag zu zahlen. Der Verein fühlt sich verpflichtet die Zeitschriften des CVJM-Westbundes zu fördern und für deren Verbreitung zu sorgen.

Mitglieder des Vorstandes des CVJM-Westbundes oder vom Vorstand des CVJM‑Westbundes beauftragte Vertreter haben das Recht mit beratender Stimme an den Mitgliederversammlungen und Vorstandssitzungen des Vereins teilzunehmen.

Der Verein wird durch den Vorstand des CVJM‑Westbundes einem Kreisverband das CVJM‑Westbundes zugeteilt. Er entsendet seiner Stärke entsprechend Vertreter in die Kreisvertretung.

(2)   Der CVJM-Westbund gehört dem CVJM‑Gesamtverband in Deutschland e.V. in Kassel an und wird durch diesen im Weltbund (World Alliance of YMCA) und im europäischen Bund der CVJM (YMCA Europe) vertreten.

(3)   Der Verein ist als Mitglied des CVJM‑Westbundes Teil evangelischer Jugendarbeit, die in der Arbeitsgemeinschaft der evangelischen Jugend (AEJ) ihren Zusammenschluss hat.

(4)   Über den CVJM Westbund e.V. ist der Verein dem Diakonischen Werk der Evangelischen Kirche in Deutschland als einen Spitzenverband der freien Wohlfahrtspflege angeschlossen.

§ 16 Änderung der Satzung und Auflösung des Vereins

(1)  Über Änderung und Ergänzung dieser Satzung und über Auflösung des Vereins entscheidet eine außerordentliche Mitgliederversammlung, bei der wenigstens die Hälfte der stimmberechtigten Mitglieder anwesend sein muss.

(2)  Ist die erforderliche Hälfte der stimmberechtigten Mitglieder nicht anwesend, so ist zur nochmaligen Beschlussfassung über denselben Gegenstand binnen vier Wochen eine zweite Versammlung einzuberufen, welche ohne Rücksicht auf die Zahl der Anwesenden endgültig entscheidet. Auf diese Bestimmung muss bei der zweiten Einladung ausdrücklich hingewiesen werden.

(3)   Beschlüsse über Änderung der Satzung oder Auflösung des Vereins sind nur gültig, wenn drei Viertel der stimmberechtigten Anwesenden zugestimmt haben.

(4)   Jede Änderung dieser Satzung bedarf der Genehmigung des Vorstandes des CVJM‑Westbundes e.V..

(5)   Die Liquidation erfolgt durch den Vorstand. Das Vereinsvermögen muss bis zur Auflösung des Vereins den Zwecken des Vereins dienen, kein Mitglied hat irgendeinen Anspruch darauf.

(6)   Bei Auflösung oder Aufhebung des Vereins oder bei Wegfall steuerbegünstigter Zwecke fällt das Vermögen der Körperschaft an den Landesverband CVJM Westbund e.V., Bundeshöhe 6, 42285 Wuppertal, der es unmittelbar und ausschließlich für gemeinnützige, mildtätige oder kirchliche Zwecke zu verwenden hat.

  
Diese Satzung ist in der Mitgliederversammlung vom 30. Dezember 1974 beschlossen und tritt nach Genehmigung durch den Vorstand des CVJM‑Westbundes in Kraft.

Breidenbach, 31.03.2017


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